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6. 5. 2004 Sehr geehrter Herr Lauth, vor einiger Zeit unterbreitete die Verwaltung den Fraktionen Vorschläge für die Benennung der Straßen-Namen im Baugebiet „Mittel“. Die AL-Fraktion spricht sich dafür aus, die künftigen Straßen im „Mittel“ mit Namen von bedeutenden Frauen aus der älteren und jüngeren Vergangenheit Mosbachs einerseits und zehn überregional bedeutenden Frauen zu benennen. Wir halten den entsprechenden Vorschlag der Frauenakademie Neckar-Odenwald (Volkshochschule Mosbach, Studienklasse A, Sommersemester 2003) für sehr gut geeignet. Die Teilnehmerinnen der Projektgruppe „Frauennamen im öffentlichen Raum“ haben insgesamt 21 Namen aufgelistet und die jeweiligen Kurzbiographien beigefügt. Den Teilnehmerinnen ist aufgefallen, „dass 78 Straßen und Gebäude in Mosbach nach Männern benannt sind und nur insgesamt 9 Frauen Namensgeberinnen sind.“ Besser ist es u. E. nicht zu formulieren, als es im Vorwort zu der allen Fraktionen zugegangenen Broschüre „Frauen-Namen im öffentlichen Raum“ zu lesen ist:„’Öffentliche’ Namen sind für die Erinnerung an Personen im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung von großer Bedeutung. Namen, die nicht mehr erwähnt werden, verschwinden irgendwann aus der Erinnerung.Straßennamen reflektieren Geschichte, Topographie oder Kultur eines Ortes.Neben der Orientierungsfunktion tragen die amtlichen Namen aber auch wesentlich zum Zugehörigkeitsgefühl, der Identität der Bürgerinnen und Bürger bei. Wenn aber Frauen in den Straßennamen kaum auftreten, dann wird klar, dass es hier ein Defizit gibt, das es auszugleichen gilt. Bei unserer Biographie-Arbeit fanden wir viele bedeutende Frauen, die weitgehend unbekannt blieben oder wieder vergessen wurden - Frauenpersönlichkeiten, die Identifikationsfiguren sein könnten.“ Mit freundlichen Grüßen Christine Denz
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