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Februar 2007
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Leserbrief zum Bebauungsplan Eisenbahnstraße
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Durch den Abriss der Majolika steht der Stadt Mosbach ein neues Stadtentwicklungspotential zur Verfügung, mit dem sorgsam umgegangen werden muss. Wir sollten uns genau überlegen wie sich unsere Innenstadt verändern soll. Die bisherigen Planungen sprechen hauptsächlich von einer Ergänzung des Einzelhandelsstandortes zur Mosbacher Altstadt, dessen Entwicklungspotential ausgeschöpft werden sollte. Eine Entwicklung liegt aber auch in der Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität für jeden, der in unserer Stadt wohnt. Es ist fast beleidigend, wenn sich meine Bedeutung als Bürger nur auf die eines potentiellen Kunden zu beschränken scheint. Dass wir hier gerne leben und Mosbach unsere Heimat ist, wird oft vergessen. Wir sollten den Mut haben etwas Besonderes aus diesem Potential zu machen und uns nicht mit einer 0/8/15 Planung zufrieden geben.
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Ich finde es wichtig, diesen neu gewonnenen Raum so zu gestalten, dass Menschen jeden Alters sich dort gerne aufhalten und Zeit verbringen wollen. Es wäre schade, wenn nur der, der Geld und ein Auto hat, dort gern gesehen wäre, wie wir es schon von dem Gelände rund ums Kaufland her kennen. Wir sollten uns mit der Planung dieses innerstädtischen Freiraums so lange Zeit lassen, bis wir einen wirklich guten Plan haben, der das besondere Ambiente unserer Altstadt würdig ergänzt. Leider wird in Mosbach, nicht nur in diesem Fall, zu oft Flickschusterei betrieben, statt zukunftsträchtige Konzepte zu erarbeiten
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Wenn wir jetzt händeringend nach irgendwelchen Investoren suchen und dieses wertvolle Gelände mit hässlichen Billigmärkten verbauen, nur um schnell eine Baulücke zu schließen, vertun wir die große Chance, unser schönes Mosbach noch schöner und attraktiver werden zu lassen.
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Natürlich weiß ich um die Bodenbelastung, und lese, dass alle Bodenfunktionen durch die vorherige Nutzung verloren gegangen sind, dass das Gelände eine innerstädtische Wärmeinsel mit hoher Luftbelastung ist , u.a. durch die stark befahrene Eisenbahnstraße. Gerade deshalb sollte jede neue Planung zum Ziel haben, die Kleinklimasituation zu verbessern. Dass die drei alten Kastanien erhalten werden sollen finde ich lobenswert, aber das kann doch nicht wirklich alles an Rahmenplanung sein. Ich hoffe sehr, dass wir es schaffen, trotz Finanznot der Stadt, hier etwas Besonderes zu schaffen, das nicht nur die Interessen des Einzelhandels im Blick hat, sondern uns alle bereichert.
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Elisabeth Laade
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