Den Umweltschutz stärken

Alternative Liste Mosbach ließ “Grünes Band” flattern

Petrus zeigte sich an Christi Himmelfahrt in sprichwörtlicher Feiertagslaune. Also konnte die Alternative Liste Mosbach auf ihrer Wanderung mit ihren Gästen frohgemut das „Grüne Band um Mosbach“ flattern lassen. Absicht war, nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und natürlich zu Fuß die Strecke von der Kernstadt bis zur Kneipp-Anlage in Lohrbach und zurück zu bewältigen. Der Überraschungen waren viele! Sehr gute Erfahrungen machte der mit 4 Monaten jüngste Teilnehmer mit dem freundlichen Busfahrer, der den Kinderwagen eigenhändig in und aus dem Bus hob. Ein Hoch auf diesen „Dienstleister“! So manches entdeckte und entzückte die Wandergruppe, seien es unbekannte Pflanzen, die nicht im mitgeführten Bestimmungsbuch zu finden waren; seien es weite Blicke über die Odenwald-Landschaft; sei es das unverhoffte Eis-Schlecken am Lohrbacher Bahnhof. An der Kneipp-Anlage dann traf man sich zum unkomplizierten türkisch-deutschen Miteinander am „fremden“ Grill. Die AL-Gruppe wiederum stiftete die anderen mit ihren „New Games“ zum Nachahmen an; diese Spiele einen Groß und Klein, sind Spiele ohne Verlierer und Gewinner.

Die Projektgruppe mit Christine Denz, Ursula Kaiser, Anette Naumann, Hans-Jörg Wagner und Tim Krieger fand mit ihrer Idee zum „Grünen Band um Mosbach“ Anklang und viele Anregungen aus dem Teilnehmerkreis. Der Rundwanderweg soll um Mosbach herum führen, vorhandene Wege und Pfade nutzen und die Stadt- und Ortsteile miteinander verbinden. Damit soll das Wir-Gefühl gestärkt werden und die Schönheiten der Natur von Kindesbeinen an bewusst und verantwortungsvoll erlebt werden. In der geselligen Runde steckte man sich mit vielen Vorschlägen zur Gestaltung des „Grünen Bandes“ an: das „Grüne Band“ wächst durch die Bevölkerung. Bäume und Hecken können von und für Hochzeitspaare und JubilarInnen gepflanzt werden. Neugeborene erhalten ihren Baum. An Verstorbene kann liebevoll erinnert werden. Auch Kunstwerke aus natürlichen Materialien, die sich im Laufe der Zeit verändern, können das „Grüne Band“ bereichern: wie z. B. Gras-Sofa, Steinhaufen wie auf Pilgerwegen üblich und Pflanzengebilde. Kindergärten, Schulen, Vereine - alle sollen sich von dieser gemeinsamen Sache angesprochen und mit ihr verbunden fühlen. Auch die neue Internet-Seite gibt Auskunft: www.alternative-liste-mosbach.de.

Einig war man sich auch darin, dass ein dermaßen gestalteter Rundwanderweg Mosbach aus anderen Städten heraushebt und so auch für den Tourismus attraktiver wird. Mit dem gerade entstehenden Geopark Odenwald bieten sich große Chancen an, die man schnell ergreifen müsse. Die noch amtierende AL-Fraktion werde der Stadtverwaltung einen entsprechenden Vorschlag machen. Das bestehende Konzept der städtischen Umweltschutzbeauftragten Petra Birkefeld müsse den neuen Voraussetzungen angepasst werden. Damit könne die Stadt Mosbach auch den Tourismus fördern und Arbeitsplätze im Gaststätten- und Hotelgewerbe sichern und neue schaffen helfen. Der Mittelstandsmotor werde so auch mit Ökologie am Laufen gehalten. Ursula Kaiser aus Lohrbach brachte es auf den Punkt: „Der Stellenwert des Umweltschutzes muss durch Aktivitäten erhöht werden. Nur was man kennt, schätzt und schützt man auch: Think öko!“

Rhein-Neckar-Zeitung, 26. 5. 2004

 

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