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Leserbrief, 1. Dezember 2008
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Kahlschlag fußt auf Luftnummern
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Ach, wie bedauerlich, dass jetzt doch nicht genügend Platz für eine Geschäfts/Kino/oderwasauchimmer-Bebauung zwischen B27 und der Stadtkante ist (s. RNZ vom 28. 11. 08). Gutachterlich bestätigt! Das Gegenteil und noch mehr sich als Luftnummern Erweisendes musste 2002 als Argument für den städtebaulichen Kahlschlag herhalten, damit man die B27 als Mosbacher Stadtautobahn bauen konnte. Der Alte Bahnhof fiel, trotz möglicher Alternativen. Am allerschlimmsten finde ich persönlich, dass so viele Menschen, die sich in der Initiative „Rettet den Alten Bahnhof“ engagiert hatten, sich enttäuscht von der Stadtpolitik abgewendet haben. Ich glaube nicht, dass das geheilt ist, zumal es eine Fortsetzung gab mit dem Abriss der Majolika-Fabrik. Wir haben jetzt statt eines einladenden Stadteingangs mit Allee und Bahnhof eine trostlose Schneise. Der große „Kiwwelschisser“- Korb ist ein später Lichtblick.
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Alle damaligen Behauptungen und Vorgänge kann man in der Dokumentation „Der Alte Bahnhof in Mosbach – Geschichte und Zerstörung eines Kulturdenkmals“ nachlesen. Sie ist im Buchhandel und in der Stadtbücherei erhältlich. Normalerweise schreibe ich Leserbriefe, die auch einen konstruktiven Vorschlag beinhalten. Hierzu fällt mir nichts ein. Es ist einfach nur traurig.
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Der weitere B27-Ausbau am Stadtpark soll folgen, obwohl auch die Verkehrsprognosen nicht mehr stimmen. Dafür sind Millionen da. Es scheint niemanden zu geben, der für Fehlentscheidungen eine Verantwortung übernimmt. Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderäte gehen, Mosbach bleibt - gerupft.
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Christine Denz, frühere AL-Stadträtin und Mitglied von „Rettet den Alten Bahnhof“
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Der Text wurde am 3. Dezember in der Rhein-Neckar-Zeitung veröffentlicht
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