Pressemitteilung, 2. Juli 2008

 

Mosbach und Umgebung als „Lernende Region“ entwickeln

Alternative Liste Mosbach fordert Konzept für eine familien- und kinderfreundliche Kommune

 

„Nur der Wandel hat Bestand“ – diesem Motto folgend setzte sich die AL-Fraktion im Mosbacher Gemeinderat mit der Entwicklung der lokalen Bildungslandschaft auseinander. Höhere Anforderungen an Bildung, veränderte Lebensbedingungen und der demographische Wandel erfordern neue zukunftsweisende Lösungen. Schulische und vorschulische Angebote, außerschulische Lernorte und –gelegenheiten um die Schulen herum in der Stadt und in den Nachbargemeinden gehören zusammengedacht. Barbara Klein, Elisabeth Laade und Jo Barzen entwickelten auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung einen entsprechenden Antrag an die Stadtverwaltung. Die Ratsmitglieder waren sich einig: „Wenn man es ernst meint mit der kinder- und familienfreundlichen Kommune, muss Bildung als Aufgabe der Gemeinschaft verstanden werden. Wir müssen uns dieser politischen Aufgabe stellen. Die Zukunftschancen einer Kommune hängen auch ganz wesentlich davon ab, wie qualifiziert und integrativ ihr schulisches Angebot ist.“

Es solle grundsätzlich neu über die anstehenden Aufgaben nachgedacht werden. Die Erkenntnisse sollten in ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept gegossen werden, das eine Entwicklung in Gang setzt.

Man dürfe nicht nur einzelne große Projekte im Blick haben oder sich an baulichen Notwendigkeiten orientieren, sondern sollte eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt auch von guten, vielleicht unkonventionellen, aber wirkungsvollen Konzepten abhängig machen. Gelegentlich werden öffentliche Mittel uneffektiv eingesetzt, eben weil man nur Einzelmaßnahmen im Blick habe, statt ein Gesamtgefüge zu betrachten, das sich gegenseitig auch ohne große finanzielle Mittel unterstützen und bereichern könnte. In Mosbach gebe es bereits viele einzelne gute Initiativen, die es zu vernetzen gelte.

Dazu sei ein Umdenken des Schulträgers, aber auch der einzelnen Bildungseinrichtungen, notwendig. Eine Kommune müsse heute auch inhaltliche Bildungsziele formulieren und diese in einem Leitbild festschreiben. Durch eine Verschränkung von Aktivitäten, Ressourcen, Verantwortlichkeiten und der klaren Vorgabe der Stadt, zum Beispiel an die Schulen miteinander zu kooperieren, könne man nicht zuletzt auch Kosten sparen.

Zu einem „Netzwerk Lokale Bildungslandschaft“ gehörten Ansprechpartner in Betrieben und Vereinen, die die Schulen bei der Umsetzung ihrer Bildungspläne unterstützen.

Weiterhin müssten die kommunalen Zuständigkeiten von Jugendhilfe und Schule besser als bisher zusammengeführt werden.

Innerhalb dieses Entwicklungsprozesses sollte die Bürgerbeteiligung ein wichtiger demokratischer Bestandteil sein. Ein gemeinsamer kommunaler Ausschuss für Jugend und Bildung sollte gegründet werden. LehrerInnen, interessierte BürgerInnen, Wirtschaftsfachleute,… sollten mitarbeiten können. Dort könnten Informationen der Stadtverwaltung und Beschussvorschläge für den Gemeinderat diskutiert und durch Anregungen ergänzt werden.

Die Alternative Liste fasst die Bürgerbeteiligung noch weiter: Unter dem Stichwort „Wissensbörse“ sollen die Bürger regelmäßig durch öffentliche Präsentationen von Projekten und Ergebnissen informiert und dazu ermuntert werden, sich zu äußern und zu beteiligen. Auch zur Finanzierung bringt die Alternative Liste Konstruktives. Eine so genannte „Lernende Region“ kann Fördergelder aus verschiedenen Töpfen beantragen, wie zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfond, welche die Stadtkasse entlasten.

 

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