Alternative Liste Mosbach

 

Offene Fraktionssitzung der AL

Bei ihrer offenen Fraktionssitzung am 27. Juli 2011 konnten die GemeinderätInnen der Alternative Liste wieder interessierte Bürger/innen begrüßen. Neben anderen Tagesordnungspunkten stand die geplante Bebauung des Gartenwegareals im Vordergrund.

Einig war man sich in der Ansicht, dass das Quartier Gartenweg eine herausragende Bedeutung für die Innenstadtentwicklung hat. Städtebauliche Entscheidungen müssten auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft werden, damit auch die kommenden Generationen stolz darauf sein könnten.

Eine Planung könne an dieser Stelle deshalb nicht nur unter rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen, so Stadträtin Elisabeth Laade. Man müsse sich vor allem überlegen, was wirklich nötig und vernünftig ist, um das gesellschaftliche und kulturelle Leben in einer Gemeinde zu beleben. Die so genannten weichen Standortfaktoren seien es, die eine Stadt lebens- und liebenswert machen und vor allem auch junge Familien anziehen.

Die anwesenden Jugendlichen wünschten sich zum Beispiel, dass es in Mosbach offene Räume gäbe, in denen Junge und Alte selbst initiativ werden und Kultur unterschiedlicher Form in der Stadt mitgestalten könnten. Ein Bürgerzentrum stände der Stadt Mosbach gut an, so Barbara Klein. Hier könne man bürgerschaftliches Engagement und generationenübergreifende Angebote und Initiativen vernetzen. Auch ein Bürgerbüro wäre an dieser Stelle sinnvoll.

Eine neue moderne Mediathek könnte Zug- und Angelpunkt auf dem Gartenwegareal sein, um die viel zu klein gewordene Bibliothek zu ersetzen und zu erweitern. Ein gutes Gesamtkonzept könnte Mosbach als Stadt wesentlich attraktiver machen als eine reine Einkaufspassage mit Geschäften, die es überall gibt, so Karin Ried. Auch damit könnte man einen Treffpunkt schaffen, der Jung und Alt zusammenführt.

Auch die Idee einer regionalen Markthalle wurde eingebracht, wo Erzeuger aus der Region ihre Waren anbieten könnten.

Insgesamt gelte es, das Gelände als Stadtentwicklungsbiet in einem städtebaulichen Gesamtzusammenhang zu sehen und die Gestaltung nicht aus der Hand zu geben.. Der Gemeinderat müsse sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und dürfe die Planung des Stadtentwicklungspotentials nicht alleine fremden Investoren überlassen, so die Meinung aller Anwesenden.

Die nachhaltige architektonische und energetische Entwicklung der Planung müsse von Anfang an kritisch begleitet werden. Als Stadt müsse man hier festlegen, welche Ansprüche an die planenden Investoren gestellt werden, so Jo Barzen.

Nach eingehender Diskussion kam man in der Fraktionssitzung überein, dass man neben einer Klausursitzung des Gemeinderats und anderen gewählten Gremien, wie dem Stadtseniorenrat und dem Jugendgemeinderat zum Thema Bebauung des Gartenwegareals auch so früh wie möglich die Mosbacher Bürger in die Diskussion einbeziehen müsse. Das Ganze sollte von einem fachkundigen externen Stadtentwickler moderiert werden.

Der von der Alternativen Liste gestellte Antrag auf Zurückstellung des Aufstellungsbeschlusses für ein Bebaungsplanverfahrens bis nach einer Klausursitzung wurde zwar mit der Mehrheit der anderen Fraktionen abgelehnt, die Vertreter der AL werden aber weiter für ihre Idee um eine nachhaltige, bürgerfreundliche Entwicklung im Gartenwegs werben.

Barbara Klein, August 2011

 

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