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Alternative Liste Mosbach
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Mosbach, 9. 12. 2009
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Stellungnahme und Antrag der Alternativen Liste Mosbach zur Werkrealschule - Entscheidung
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Die geplante Einführung der gemeinsamen Werkrealschule nach neuem Konzept für die drei Mosbacher Hauptschulen sorgt wie wir sehen für ausreichend Diskussionsstoff. Es war daher gut, dass der Gemeinderat in seiner Klausur einhellig eine Infoveranstaltung beschlossen hat und das Thema von der Tagesordnung des Gemeinderates im November genommen hat. So konnten Bedenken und Anregungen in einem öffentlichen Infoabend am 26.11.09 angehört werden. Die lebhafte Diskussion im Feuerwehrgerätehaus war ganz nach dem Geschmack der Verfechter für mehr Bürgerbeteiligung und gelebte Demokratie in unserer Stadt.
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Für uns AL- StadträtInnen wurden folgende Punkte deutlich:
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1.
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Es wurden Entscheidungen über die Köpfe der Beteiligten hinweg getroffen, ohne diese mit einzubeziehen.
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In den Kollegien wurde nicht ausreichend und intensiv von den Schulleitern informiert und sie wurden nicht rechtzeitig in den Veränderungsprozess mit einbezogen.
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Es wurde nicht intensiv mit den Kollegen diskutiert und eine gemeinsame Stellungnahme oder konstruktive Lösungsvorschläge wurden nicht erarbeitet.
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2.
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Die Vorgabe des Landes unter dem hehren Begriff „ Bildungsoffensive“ wird als Verbesserung (mehr individuelle Förderung, Entscheidungsmöglichkeit für drei Richtungen, bessere Verzahnung mit der Berufswelt ) verkauft, erscheint aber als Flickschusterei in einem längst überkommenen Schulsystem. Und das wie so oft im Bildungsbereich möglichst zum Nulltarif.
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3.
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Die Situation am Pattberg- Bildungszentrum, wohin ja alle WerkrealschülerInnen nach der 7. Klasse wechseln müssten, ist nicht nur unbefriedigend, sondern katastrophal. Die Schulleiter und Kollegien der beiden Schularten können und wollen nicht miteinander, was sich auch auf die Schülerschaft überträgt und für eine äußerst ungute Atmosphäre dort sorgt. Zudem genießt das APH keinen guten Ruf in der Bevölkerung. Kein Wunder also, dass das Kollegium und die Elternschaft der Lohrtalschule größte Bedenken haben, ihre „Kinder“ einer solchen Situation auszusetzen.
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Wir schlagen als AL-Fraktion daher folgendes Vorgehen vor:
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1.
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Die Entscheidung über die Einführung der neuen Werkrealschule wird um ein Jahr vertagt.
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2.
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Die Situation soll in dieser Zeit in den Lehrerkollegien der drei Hauptschulen erneut diskutiert werden und es sollen neue Vorschläge und Lösungsmöglichkeiten für die entstehenden Probleme erarbeitet werden.
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3.
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Ein neu zu schaffendes Gremium setzt sich an einem Runden Tisch zusammen mit der Vorgabe, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, die von allen akzeptiert werden kann.
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Für dieses Gremium schlagen wir folgende Zusammensetzung vor:
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- Ein vom jeweiligen Lehrerkollegium demokratisch gewählter Vertreter und der Schulleiter,
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- je ein Vertreter der Elternschaft,
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- der zuständige Schulrat,
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- je ein Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen
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- ein Vertreter der Verwaltung
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- nach Möglichkeit ein SchülerInnenverteter
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4.
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Das Schulamt macht noch einmal deutlich, was genau für diese Bildungsoffensive mehr investiert wird und beantwortet offene Fragen( z. B. die Prüfungsdurchführung...)
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5.
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Die beiden Lehrerkollegien des Pattberg- Bildungszentrums bekommen vom Schulträger die Auflage gemeinsam ein „Neckarelzer Konzept“ zu entwickeln, das neben der Raumfrage, und den Ganztagsschulangeboten auch das soziale Miteinander und das gemeinsame Durchführen von Unterricht erarbeitet. Gemeinsame Projekten oder klassenübergreifenden Aktivitäten sollen verpflichten geregelt werden, so dass die SchülerInnen beider Schularten garantiert positiv davon profitieren.
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6.
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Die Stadt Mosbach als Schulträgerin fordert den Bildungsminister des Landes auf, eine generelle Einführung der Gesamtschule zu betreiben und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen.
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Mit dieser Entschleunigung wollen wir erreichen, das Mosbach am Ende stolz auf sein Mosbacher Modell und das Neckarelzer Konzept sein kann.
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Alternative Liste Mosbach
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Quelle: www.alternative-liste-mosbach.de
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