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Rhein-Neckar-Zeitung, 9. Dezember 2009

 

AL plädiert für eine „Entschleunigung“

…beim Thema Werkrealschule in Mosbach – „Neckarelzer Modell“ müsste entwickelt werden

 

In der letzte AL Fraktionssitzung wurde ausführlich über den öffentlichen Informationsabend zur  Werkrealschule gesprochen. So ganz nach dem Geschmack der Verfechter für mehr Bürgerbeteiligung und gelebte Demokratie war dieser Abend aus der Sicht der AL Stadträte.

Deutlich sei geworden, dass die Entscheidungen zur Umsetzung der Werkrealschule über die Köpfe der Beteiligenten hinweg getroffen wurden. Die Kollegien der der betroffenen Schulen seien nicht rechtzeitige in die Diskussion und in die Entwicklung von Konzepten mit einbezogen worden.

Insgesamt könne das Werkrealschulkozept ohnehin nur als Flickschusterei der Landesregierung angesehen werden. Elisabeth Laade stellte ausführlich die Sicht der Alternativen Liste für ein zukunftsfähiges Schulkonzept vor. So sei verlängertes gemeinsames Lernen in einer Basisschule der richtige Weg zu einer guten Bildung. Eine Einführung eines Zweistufigen Bildungssystems mit einer Gesamtschule sei der Weg, den es zu gestalten gilt, um Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen zu verbessern.

Mit der jetzt von der Landesregierung vorgegeben Werkrealschule neuen Typs werden die Akzeptanzprobleme der Hauptschule nicht gelöst, so Barbara Klein. Die Krise des gegliederten Schulsystems lasse sich nicht durch eine weitere Schulart lösen. Da man aber als Gemeinde keinen direkten Einfluss auf diese Situation habe, könne man nur versuchen ein für die Stadt Mosbach sinnvolles Modell zu entwickeln.

Das habe man mit dem Vorschlag der Verwaltung auch versucht. Leider  habe man nicht alle Betroffenen ausreichend mit auf den Weg genommen.

Die Alternative Liste ist deshalb für eine Entschleunigung des Umsetzungsverfahrens, so die einhellige Meinung. Es sei sinnvoll die Entscheidung über die Einführung einer Werkrealschule um ein Jahr zu verschieben und die Zeit zu nutzen um ausführlich in den betroffenen Kollegien und in einem neu zu schaffenden Runden Tisch Konzepte zu entwickeln, die von allen mit getragen werden können, so Jo Barzen. Nur wenn das Konzept von allen akzeptiert wird, kann es für die SchülerInnen auch ein guter Weg sein.

Karin Ried wies auch darauf hin, dass es dringend notwendig sei im Pattberg – Bildungszentrum zu einem besseren und sozialerem Miteinander zwischen den beiden Schultypen zu kommen. Dazu müssten die beiden Kollegien vom Schulträger Stadt verpflichtet werden ein „Neckarelzer Modell“ zu entwickeln. Gemeinsame Projekte und gemeinsames Lernen der dortigen SchülerInnen könnten zu einer positiven Erfahrung für alle werden.

 

 

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